Auch das noch..

Hat man nicht einmal im Urlaub seine Ruhe vor dem Job ein Anruf heute von meiner Kollegin. Ob ich das Wochenende am Ende meines Urlaubs arbeiten komme. Darauf habe ich absolut keinen Bock, denn ich habe schon auf das freie Wochenende vor meinem Urlaub verzichtet. Also lautet die Antwort ein klares Nein. Es ist schon schlimm in der Pflege, wenn ein Kollege ausfällt, muss seinen Dienst jemand anderes mitmachen. Es, tut mir zwar leid aber immer nur Ja sagen geht, einfach nicht. Das Personal in der Pflege ist auf ein Minimum reduziert.

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Maria

Ich möchte hier eine an Demenz erkrankte Frau mit dem Verlauf einer Demenz vorstellen, wir geben ihr den Namen Maria. Maria, kam vor einigen Jahren zu uns auf die Station sie war, noch relativ fit konnte laufen, Essen, Trinken und sich uns mitteilen. Sie hatte Wortfindungsstörungen, die sie auf ihre Art gekonnt überspielte, sie benutzte einfach andere Wörter, wenn ihr ein Wort nicht mehr eingefallen war. Sie hat sich am Anfang einfach überall, wo, sie gerade war, auf den Fußboden gelegt ein paar Mal wäre ich beinahe über sie geflogen, weil ich sie nicht gesehen hatte. Doch Maria stürzte und hat sich ein Bein gebrochen danach konnte sie nicht mehr laufen und war auf dem Rollstuhl angewiesen. Die Demenz verstärkte sich immer mehr, so das sie eines Tages nicht mehr alleine Essen und Trinken konnte es musste, ihr eingegeben werden. Die Harn-und Stuhlinkontinenz verstärkte sich sie benötigte, nun Inkontinenzmaterial, das heißt, sie musste Windeln tragen. Das Sprachvermögen reduziert sich auf ein paar Wörter, die ihr noch einfielen. Irgendwann kam der Zeitpunkt, dass Maria nicht mehr essen konnte oder wollte, der Betreuer ließ ihr eine Peg legen.  Was ist eine Peg? Ein Schlauchsystem über, den Nahrung und Flüssigkeit  in den Magen gepumpt wird einfach ausgedrückt. Ihre Beweglichkeit auch im Sitzen hatte sie verloren so das sie nun im Bett gelagert werden muss. Die einzige Kommunikation die jetzt noch möglich ist besteht, aus undefinierten Lauten die Maria von sich gibt. Meistens schläft sie, egal ob sie im Rollstuhl sitzt oder im Bett liegt. Sie wird mobilisiert, bekommt ihre Nahrung und Flüssigkeit zu bestimmten Zeiten, sie wird gewickelt und zu Bett gebracht, doch, was in ihr vorgeht, bleibt uns großteils verborgen.

Kleine Wolken

Die Flucht

Es geschah Ende der sechziger Jahre, zwei Mädchen im Alter von 14 Jahren lebten in einem Kinderheim. Wir nennen die beiden Monika und Susi, die seit Jahren nur das Kinderheim als ihr Zuhause haben. Ihr Lebensraum beschränkt sich auf drei Zimmern das ist der Gemeinschaftsraum, dass Klassenzimmer und der große Schlafsaal. Neben dem Schlafsaal ist gleich ein großer Waschraum, in dem sich viele Waschbecken aneinander reihen. Das Badezimmer befindet sich im Keller, ebenso sind die Badewannen wie die Waschbecken aneinander gereiht. Das Klassenzimmer liegt im gleichen Flur wie der Gemeinschaftsraum, also ein kurzer Weg zum Schulunterricht. Vor dem Haus gibt es einen kleinen Spielplatz mit einer alten Schaukel.
Monika und Susi halten sich gerade auf dem Spielplatz auf, beide fühlen sich im Kinderheim nicht wohl. Monika hat die Idee einfach vom ungeliebten Kinderheim weg zu laufen. Beide überlegen wie sie das am besten anstellen und so beschließen beide am nächsten Tag ihren Plan in die Tat umzusetzen. Am Abend sitzen alle Mädchen im Gemeinschaftsraum und hören noch Musik, um 22:00 Uhr müssen alle im Bett sein. In dem großen Schlafsaal sind 20 Betten untergebracht und es wird noch lange keine Ruhe sein.
Am nächsten Tag ist es dann soweit Monika und Susi sind auf dem kleinen Spielplatz, beide gehen unauffällig zur Straße die zum Dorf führt immer weiter entfernen sie sich vom Kinderheim.
Niemand hat die beiden gesehen bei ihrer Flucht. Schon bald haben sie das Dorf hinter sich gelassen. Monika und Susi wissen bald nicht mehr wo sie sich befinden, inzwischen ist es dunkel geworden. Weit nach Mitternacht laufen beide ohne Orientierung durch die Nacht, beide sind nur leicht bekleidet und es wird sehr kalt. Inzwischen laufen beide die Hauptstraße eines ihnen unbekannten Ortes entlang, Monika sieht auf der linken Straßenseite ein Haus. In einem der Fenster brennt noch Licht so erkennt Monika eine junge Frau im Zimmer, das Zimmer ist gemütlich eingerichtet.
In Monika wird der Wunsch nach einer Familie und einem eigenen Zimmer wach, noch nie hatte sie eine richtige Familie und ein eigenes Zimmer nur für sich alleine auch nicht. Monika beneidet die junge Frau sehr um ihre Familie und ihr eigenes Zimmer. Während sie mit Susi ganz alleine durch die dunkle Nacht umher laufen. Sie laufen weiter durch die Nacht ohne zu wissen was eigentlich ihr Ziel ist. Gegen Morgen werden sie von einem Autofahrer angesprochen, wo sie denn herkommen und wo sie denn hin möchten. Der Autofahrer nimmt beide mit und bringt sie wieder ins Kinderheim zurück.
Für Monika geht der Wunsch nach einem eigenen Zimmer noch viele Jahre nicht in Erfüllung. Doch heute über 30 Jahre später erinnert sich Monika noch an das Fenster mit der jungen Frau.

Der Sorgenbaum

In der weiten Provinz ‘Irgendwo’ des Landes ‘Überall’ stand seit Menschengedenken ein mächtiger Doppelbaum, von dem die Menschen annahmen, daß gute Geister in seiner mächtigen Krone zu Hause wären und über das Wohl und Wehe der Dorfbewohner wachten. So sah man auch oft einzelne Menschen, aber auch Elternpaare mit ihren Kindern, die sich unter das dichte und mächtige Laub begaben, um den Geistern ihre Sorgen und Nöte anzuvertrauen. Eines Tages machte im Dorf eine Nachricht die Runde, daß man seine tiefsten Sorgen einmal anonym aufschreiben solle, sie gut in ein Paket einpacken, und dies dann in den Baum hängen solle. Die Bedingung dabei wäre jedoch, bei der Gelegenheit eines der anderen, dort hingehängten Pakete abzunehmen, es nach Hause zu tragen, um es dort zu öffnen und zu lesen. Von dieser Nachricht wurde natürlich sofort reger Gebrauch gemacht, und bald hatten alle Bewohner am Baum ihr Päckchen abgeladen, und – wie verlangt – das Päckchen eines anderen mit nach Hause genommen. Als man jedoch das heimgebrachte fremde Sorgenpaket öffnete, mußten alle mit Bestürzung feststellen, daß die Sorgen, Nöte und Ängste der anderen ja oftmals die eigenen noch bei weitem übertrafen – zumindest aber nicht geringer waren. Schleunigst liefen die Menschen auf dem schnellsten Wege zurück zum Geisterbaum, um ihre eigenen Sorgenpakete wieder zurückzuholen. Fortan hörte man im Dorf niemand mehr über seine Nöte und Sorgen klagen, und alle dankten im Stillen den weisen Geistern, deren Wispern man so oft in der mächtigen Baumkrone hören konnte. (indianische Fabel)

Merkwürdig !

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Also was die wohl damit meinen ist mir nicht ersichtlich.